Fallstudie · Demo-Website · Veröffentlicht am 2. November 2026

Die ersten Tage,
Zelle für Zelle.

Morula ist die Demo-Website eines fiktiven Kinderwunschzentrums in München. Die Seite ist hell, der Name läuft über die ganze Breite, und davor schwebt ein Embryo aus perlmuttartigen Zellen in einer dünnen gläsernen Hülle, der Zona pellucida, die die Buchstaben dahinter bricht. Weiter unten steuert das Scrollen die ersten sechs Tage, von der befruchteten Eizelle bis zur Blastozyste, die aus ihrer Hülle schlüpft.

13
Seiten auf Deutsch
6
Tage am 3D-Modell
2
Diagramme aus dem Deutschen IVF-Register
DSGVO
Formulare ohne Gesundheitsdaten

Demo, kein Kunde

Morula ist kein echtes Zentrum und hat keine Patientinnen und Patienten, deshalb veröffentlichen wir keine Ergebniszahlen. Wie bei unseren anderen Demos trägt jede Seite den Hinweis „Demo-Website von FIB Consulting · fiktive Praxis“, Suchmaschinen indexieren sie nicht, und das Impressum nennt den tatsächlichen Betreiber, FIB Consulting. Es zählt auch auf, was ein echtes Kinderwunschzentrum dort zusätzlich angibt, unter anderem die Genehmigung nach § 121a SGB V zur Durchführung künstlicher Befruchtungen und die Erlaubnis nach § 20b und § 20c Arzneimittelgesetz für die Gewinnung und Bearbeitung von Keimzellen; als fiktives Zentrum hat Morula keine davon. Die Adresse, Beispielweg 12 in München, ist fiktiv, und die Telefonnummer ist eine Filmrufnummer aus dem Bereich, den die Bundesnetzagentur für Medienproduktionen reserviert, also an niemanden vergeben. Der Name kommt vom vierten Tag: Die Zellen rücken eng zusammen, und der Embryo sieht aus wie eine kleine Maulbeere, lateinisch Morula.

Eine Perle aus Zellen in einer Hülle aus Glas

Das Cover folgt der Idee von Fimbria und Systole: der Name über die ganze Breite und davor ein Objekt statt eines Fotos. Hier ist die Seite hell, fast weiß mit einem kühlen Ton, mit Rosa und Blau als Akzenten, und das Objekt ist der Embryo, unser eigenes Modell, im Browser berechnet. Seine Zellen sind weiche, perlmuttartige Formen mit irisierendem Schimmer, die verschmelzen, wo sie sich berühren, und sie liegen in einer dünnen Kugel aus Glas, der Zona pellucida. Der Name wird in eine Textur hinter der Szene gezeichnet, damit das Glas die Buchstaben wirklich bricht, und hinter dem Embryo liegt ein weicher Schein von Rosa zu Blau. Ein kleines gläsernes Etikett nennt das Stadium, das gerade zu sehen ist. Text und Überschriften sind in Manrope gesetzt, die Angaben in DM Mono, beide unter der SIL Open Font License und von unserem eigenen Server ausgeliefert. Keine Serifenschrift und keine Kursive in Überschriften.

Die Morula: eine kleine Maulbeere aus perlmuttartigen Zellen in der dünnen gläsernen Zona pellucida, oben das winzige Polkörperchen
Die Blastozyste am 5. Tag in ihrer gläsernen Zona pellucida, mit einem Fenster vorn, durch das man in den Hohlraum blickt
Standbilder des 3D-Modells auf der Website Morula.

Die ersten Tage in 3D

Beim Scrollen wandert derselbe Embryo vom Cover in die Geschichte „Die ersten Tage“: sechs Karten, Tag 1 bis Tag 6, und daneben eine Spalte, in der sich das Modell teilt, während man an den Karten vorbeiscrollt. Tag 1: eine Zelle mit zwei Vorkernen, die das Labor 16 bis 18 Stunden nach der Befruchtung prüft; der Embryo ist etwa einen Zehntelmillimeter groß. Tag 2: zwei Zellen, dann vier, meist etwa 44 Stunden nach der Befruchtung; die Zellen werden mit jeder Teilung kleiner, der Embryo behält die Größe der Eizelle. Tag 3: etwa acht Zellen. Tag 4: Die Zellen rücken so eng zusammen, dass ihre Grenzen fast verschwinden; das ist die Morula. Tag 5: die Blastozyste, im Mittel etwa 60 Zellen, mit einem flüssigkeitsgefüllten Hohlraum im Inneren; ein Fenster im Modell zeigt den Hohlraum und die innere Zellmasse, aus der später das Kind wird. Tag 6: Die Blastozyste dehnt sich aus, die Hülle wird dünn und reißt, der Embryo schlüpft. Jede Karte hat ihre Quellen, darunter der Istanbul-Konsens von ESHRE und ALPHA (2025) und eine Laborstudie, in der 42 % der normal befruchteten Embryonen das Stadium der Blastozyste erreichten (Hardy 1989). Auf dem Handy sitzt das Modell in einem Kasten, der oben am Bildschirm über den Karten stehen bleibt. Auf dem Cover durchläuft es die Tage von selbst in einer langsamen Schleife. Das Impressum sagt klar, dass der Embryo schematisch ist: Zellzahl, Form und Farben sind vereinfacht.

Fakten mit Quellen

Für die Chancen nutzt die Website das Deutsche IVF-Register (D·I·R), in dem 139 von 142 Zentren ihre Behandlungen dokumentieren, 134.281 Zyklen allein im Jahr 2024. Zwei Diagramme aus seinem Jahrbuch 2024 zeigen die Geburten pro Embryotransfer nach dem Alter der Frau, IVF 2019 bis 2023, von 34,8 % bei Frauen unter 30 bis 0,9 % ab 45, und die klinischen Schwangerschaften nach einem bis vier Transfers, kumulativ nach Altersgruppen, 2020 bis 2023; zu jedem Diagramm gibt es eine Tabelle mit denselben Zahlen für Screenreader. Die Seite Chancen zeigt zusätzlich die Fehlgeburten nach Alter und sagt, warum dort keine eigene Erfolgsquote des Zentrums steht: Das Register darf keine Ergebnisse einzelner Zentren veröffentlichen, und das Heilmittelwerbegesetz verbietet, den Eindruck zu erwecken, ein Erfolg sei sicher.

Für die Kosten gibt es einen Rechner: Versicherung, Familienstand, das Alter beider Partner, das Verfahren und die Krankenkasse gehen hinein, heraus kommt eine Schätzung des Eigenanteils pro Zyklus, und gespeichert oder gesendet wird nichts. Er folgt § 27a SGB V und der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses: Die gesetzliche Kasse zahlt die Hälfte eines vorab genehmigten Behandlungsplans, wenn das Paar verheiratet ist, nur eigene Ei- und Samenzellen verwendet werden, beide mindestens 25 sind, die Frau unter 40 und der Mann unter 50 ist, für bis zu drei IVF- oder ICSI-Versuche. Er zieht die Zuschüsse der AOK Bayern und der Techniker Krankenkasse ab, 500 Euro je Versuch, nutzt die Selbstzahlerpreise von familienplanung.de (BIÖG, bis 2025 BZgA), erklärt für Privatversicherte, wessen Versicherung zahlt, und weist darauf hin, dass das bayerische Förderprogramm seit Februar 2024 gestoppt ist. Verbindlich ist, so die Seite, der schriftliche Kostenplan vor der Behandlung (§ 630c BGB).

Auch die übrigen Seiten nennen ihre Quellen, darunter die Seite zum Ablauf mit den Zeitpunkten im Labor nach dem Istanbul-Konsens und den Risiken in Zahlen sowie die Seiten zur Kryokonservierung, zum Recht nach dem Embryonenschutzgesetz und zur Beratung. Keine Superlative, keine Erfolgsversprechen, keine Erfahrungsberichte und kein Symptom-Checker.

Buchung, die mit einem Ticket endet

Patientinnen und Patienten wählen das Anliegen, vom einstündigen Erstgespräch, zu dem man am besten zu zweit kommt, bis zu Zyklusmonitoring, Spermiogramm oder Beratung zur Kryokonservierung, dann Tag und Uhrzeit, und hinterlassen nur einen Namen und eine Telefonnummer oder E-Mail; das Formular bittet ausdrücklich, keine Befunde, Diagnosen oder bisherigen Behandlungen anzugeben. Die Bestätigung ist ein holografisches Ticket, perlweiß mit einem rosa-blauen Schimmer, dessen Abschnitt sich durch Ziehen oder per Schaltfläche als Kalendereintrag mit neutralem Titel abreißen lässt, ohne Namen und ohne Anliegen. In der Demo wird nichts gesendet.

Derselbe Standard wie bei den Live-Websites

Morula hat dieselbe Grundlage wie unsere anderen Websites: eine Abwesenheitsmeldung im Ton des Aushangs an der Praxistür (hier mit dem Zusatz, dass laufende Behandlungen mit Zyklusmonitoring und Punktionen weitergehen), Sprechzeiten mit Live-Status, die nächsten freien Zeiten für ein Erstgespräch und Formulare ohne Gesundheitsdaten. Reproduktionsmedizin ist kein Notfallfach, trotzdem sagt jede Seite, was bei starken Schmerzen oder Blutungen nach einer Punktion außerhalb der Sprechzeiten zu tun ist: 116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst), bei Lebensgefahr 112. Ohne leistungsfähigen Grafikchip zeigt das Cover ein Standbild der Morula und die Geschichte ein Standbild je Tag, mit denselben Texten; ist im System reduzierte Bewegung eingestellt, dreht und teilt sich der Embryo nicht von selbst. Die Website setzt keine Cookies und misst keine Besuche, und die automatische Barrierefreiheitsprüfung (axe) findet auf den Seiten keine Fehler.

Ausprobieren: Morula · Die ersten Tage in 3D · Kostenrechner · Buchung mit Ticket.

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